AKTUELL bei ubs e.V.

 

18.07.2016

vom 20.06 - 15.07.2016 fanden wieder im Rahmen des BIBB - Projektes die Werkstatttage bei ubs e.V. statt. Rund 120 SchülerInnen aus der Bröndby Oberschule in Lankwitz waren dieses Jahr dabei. Wir hatten wieder ein tolles Team und verbrachten vier aufregende Wochen gemeinsam mit den SchülerInnen.

7.07.2016

Unser aktueller Newsletter ist online! Bitte oben rechts aufs grüne Feld klicken.

 

27.1.2016

Endlich wieder im PFH!

Nach sechs Monaten „Untermiete" ist das PFH-Team von ubs wieder in die Stammküche im Pestalozzi-Fröbel-Haus zurückgekehrt. Das Warten hat sich gelohnt, die Küche ist ein echtes Schmuckstück geworden!

rundgang 2 ubsrundgang2 torte

Bild 1. und 2. MitarbeiterInnen des PFH und von ubs beim Rundgang. Bild 3. Für die Übergabe der Küche hatte sich das Konditorei Team etwas Besonderes einfallen lassen: einen Baumkuchen mit essbarem Foto des Küchenteams! Bild 4. Konditorei-Azubi Samah übergibt Herrn Schmidt vom PFH das ubs-Präsent.

ubstortenubergabe

Geschäftsführungsmitglied Carsten Fingberg hatte zusammen mit den Köchen Thomas Neugber und Deniz Oral erfolgreich nicht nur die Interimslösung organisiert, sondern auch die Koordination für den Um- und Rückzug übernommen. Die Auszubildenden bewiesen bei beiden Umzügen viel Teamgeist und haben tatkräftig mit angepackt. Und Herr Klüver, unser nimmermüder Fahrer, behielt trotz diverser Zusatzfahrten immer seine gute Laune. Jetzt freuen sich alle, dass es nun neben dem Kochen endlich auch wieder mit dem Mensabetrieb losgeht.

25.1.2016

Vier auf einen Schlag!

Große Freude bei der ubs-Familie: Gleich drei unserer Auszubildenden in der Sparte „Fachpraktiker“ und ein Nachwuchskoch haben ihre Prüfung bestanden! Herzlichen Glückwunsch an Robin, Jack, Cem und Dennis!
Zwei der frisch gebackenen Fachpraktiker dürfen sich über einen zusätzlichen Erfolg freuen. Sie haben gleich im Anschluss an ihre Ausbildung eine Festanstellung gefunden. Jack beginnt sein Berufsleben im Bistro-Restaurant Joseph-Roth-Diele in Schöneberg und Robin verstärkt ab dem 25. Januar das ubs-Team im Pestalozzi-Fröbel-Haus als festangestellter Mitarbeiter. Und Dennis, unser Koch, hat privaten Grund zur Freude: Er wartet gerade täglich mit Spannung auf die Geburt seines ersten Kindes.



21.12.2015

Feste gefeiert!

Mit viel Gelächter und guter Laune beging das ubs-Team die diesjährige Weihnachtsfeier. Die Location und die damit verbundenen Aktivitäten waren für einige MitarbeiterInnen komplettes Neuland: gefeiert wurde in einer Karaoke Bar. Nach anfänglicher Zurückhaltung wagten sich schließlich doch einige Mutige auf die Bühne und einmal mehr wurden verborgene Talente sichtbar. Besonders schön war der Moment, als eine Abordnung der Auszubildenden ein Lied für Geschäftsführerin Petra Haug sang: „Ein Stern, der Deinen Namen trägt". Wenn das kein Kompliment ist!

img 4790 img 4789

img 4802 img 6708

img 6713 img 6727 img 6715

img 6724 img 6704


25.11.2015

theaterplakat

Vorsicht- Heiss und Fettzig!

Nein, das ist kein Schreibfehler, sondern der Name des Films, in dem Auszubildende des 3. Ausbildungsjahres zeigten, welche Talente jenseits des Kochens in ihnen schlummern.
Unter der Leitung der Theaterpädagogin Iris Wegener und dem Tontechniker Jürgen Wittchen hatten sie im 2. Ausbildungsjahr an einem Theaterprojekt teilgenommen. Es wurde jedoch nicht für die Bühne produziert, sondern mit Musik- und Gesangseinlagen zu einem experimentellen Film zusammengeschnitten, der kürzlich im Jugend- und Kulturhaus in der Pallasstraße präsentiert wurde.
Die Handlung rankt sich um ein junges Küchenteam, das von seinem Ausbilder im Stich gelassen wird. Plötzlich sind sie allein für Küche und Restaurant verantwortlich und müssen sich zusätzlich mit sehr eigenartigen Gästen herumschlagen. Doch gemeinsam sind sie stark, bewältigen ihre Aufgabe mit Bravour und stellen am Ende fest, dass ihr Ausbilder sie lediglich auf die Probe stellen wollte.

Emre spielte überzeugend den engagierten „Anführer“ der Küchencrew, Lucas verkörperte glaubhaft einen kauzigen Gast, durch den Tom, der Kellner, auf eine harte Probe gestellt wurde. Mit ihrer sanften, klaren Stimme überraschte Meki das Publikum ebenso, wie Momo am Klavier überzeugte. Während der Produktionsphase hatten sich diese beiden Auszubildenden hin und wieder getroffen, um auch außerhalb der Probenzeit gemeinsam zu musizieren. „Aber das geht jetzt nicht mehr“, bedauerte Meki, „wir sind ja jetzt bald fertig und dann geht jeder seiner Wege“. Schade, man hätte gerne mehr von ihnen gehört.


14.10.2015

Besuch in der Kochschule

Angeführt von Mirka Schuster, die bei der Wirtschaftsförderung Tempelhof/Schöneberg schwerpunktmäßig für Europaangelegenheiten zuständig ist, besuchte gestern eine Delegation aus Politik und Verwaltung der türkischen Partnerstadt Mezitli die Kochschule.
Unsere Gäste kamen nicht nur zum Mittagessen, sondern ließen sich ausführlich über die Arbeit von ubs e.V. informieren. Anschließend gab es viel Lob für unser Ausbildungskonzept. Gern würde der Bürgermeister in der Stadt am Mittelmeer eine vergleichbare Möglichkeit schaffen, um junge Menschen auszubilden. Auch die Küche bekam von den Gästen Bestnoten. Patrick und Francisco, beide im 1. Ausbildungsjahr und erst seit einem Monat an Bord, hatten die nicht ganz leichte Aufgabe, mit Unterstützung der Dolmetscherin dafür zu sorgen, dass alle Speisen und Getränke an den richtigen Platz kamen. Sie hielten sich wacker und überzeugten  durch Freundlichkeit und Umsichtigkeit. Respekt für ihre Souveränität, mit der sie diesen Einsatz meisterten!

28.9.2015

Impressionen vom BIBB-Projekt

kchefilzenstoffesteinmauergartenarbeit

In der Küche der Gartenarbeitsschule am Krumpuhler Weg wird Koch Sven Henschel von sieben lebhaft plappernden Jungs umringt.
„Machen wir heute Crêpes?", fragt einer und fügt hinzu „das kann ich schon", ein anderer freut sich schon auf die Gnocchi. „Ich bin der Restauranttester", ruft der Dritte. „Ich habe heute extra meine schwarze Hose angezogen."
„Na, Ihr seid ja schon gut informiert", schmunzelt der Küchenchef. „Offensichtlich hat die erste Gruppe Euch schon einiges erzählt." Die Jugendlichen bejahen, während einer bereits die Zutaten prüft, die unser Ausbilder auf einem der Tische bereitgestellt hat. „Hm, nicht gekocht", stellt der Junge fachmännisch fest, nachdem er ein Ei geschüttelt hat. Sven Henschel macht das Gewusel nicht nervös. Schließlich ist es nicht die erste Gruppe, die er im Rahmen des BIBB-Projektes betreut.
„BIBB" steht für „Bundesinstitut für Berufsbildung" und das Projekt, das ubs e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut und der Lankwitzer Bröndby-Oberschule inzwischen durchführt, heißt „Berufsorientierung".

Insgesamt 120 Siebtklässler haben jeweils zwei Wochen lang die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. In der ersten Woche erhalten sie täglich einen Einblick in einen anderen Beruf, in der Folgewoche bearbeiten sie in einem Berufsfeld ihrer Wahl ein konkretes Projekt. Neben den gastronomischen Berufen Koch/Köchin und Konditor/Konditorin dürfen sie in die Bereiche Textilverarbeitung, Mediendesign, Wirtschaft und Verwaltung sowie Gärtner/Gärtnerin hineinschnuppern. Zusammen mit der Potenzialanalyse, die ubs im Frühjahr mit den Jugendlichen erarbeitet hat, soll das Projekt den Mädchen und Jungen dabei helfen, berufliche Perspektiven zu entwickeln – auch wenn sie noch ein wenig Zeit haben, bis die Berufswahl ansteht.

In der Textilwerkstatt, die in einer der liebevoll restaurierten Museumsbaracken der Gedenkstätte für das ehemalige NS-Zwangsarbeiter-Lager Krumpuhler Weg untergebracht ist, erlernen vier Schüler und eine Schülerin die nepalesische Technik des Filzens. Schneiderin Karin Spura präsentiert kurz, wie man die Wollfasern in mit Seife versetztes Wasser tunkt und dann beginnt, Kugeln in unterschiedlicher Größe zu formen. Dann sind die SchülerInnen an der Reihe. Ganze Teppiche kann man auf die Weise produzieren. Die Wollkügelchen müssen dazu später lediglich mit einem Faden verbunden werden und fertig ist ein weicher, wasserabweisender Teppich. Dazu müssen allerdings mehr Kugeln produziert werden, als es in der Kürze der Zeit möglich ist, daher schlägt die Schneiderin vor, mit Haarschmuck oder Ketten vorlieb zu nehmen. Mit einer anderen Technik, dem Filzen von Bändern, werden später bunte Freundschaftsbänder gestaltet.

Die Atmosphäre ist entspannt und ruhig. Karin Spura nutzt die Arbeitsphase, um etwas über solche Textilberufe zu erzählen, die weniger geläufig sind als SchneiderIn oder DesignerIn: TextiltechnikerIn, Produktionslaboranten, EntwicklerInnen für technische Fasern oder Vertriebsbeauftragte, das Spektrum ist groß. Die Schneiderin stellt diese Berufe kurz und  in einfachen Worten vor, aber große Begeisterung will nicht aufkommen. „Mediendesign finde ich besser", sagt ein Junge. Ihn locken auch die Stoffproben wenig, die zum Anfassen auf dem Tisch liegen: ein glänzender Seidenstoff, griffiger Winterwollstoff, Gebrauchsstoffe wie Putzlappen. Ganz en passant erfahren die SchülerInnen etwas über deren Besonderheiten.

Wieder anders geht es in der Gartenschule zu. Nach anfänglich coolem Gemurre macht sich die heutige Gartengruppe unter Anleitung von Inge Gladitz ans Werk. Und siehe da, es dauert keine fünf Minuten, da ist aus der unruhigen Horde ein Team geworden, das Unkraut jätet, den Boden lockert, Schnittlauch von Brennnesseln trennt. Sie haben ganz offensichtlich Freude daran, mit ungewohnten Werkzeugen zu hantieren und zu sehen, wie sich ihr Stück bearbeitetes Feld verändert.
Projektleiterin Sarah Welling ist besonders begeistert von der Verwandlung eines Schülers, der sich bei der Potenzialanalyse im Frühjahr noch total verweigerte. Bei der Gartenarbeit blüht er auf. Auch das ist Sinn und Zweck des Projektes: Bei ungewohnten Beschäftigungen herauszufinden, was richtig Spaß macht.

Zum Abschied mache ich noch einmal einen Schlenker durch die Küche. Die Gnocchi schwimmen schon im Topf und Sven Henschel erklärt, dass man auf die unterschiedlichen Garzeiten achten muss, sofern die Stücke unterschiedliche Größen haben. Der „Apfelmusbeauftragte“ rührt im Topf, ein paar Jungs säubern die Arbeitsfläche, der Rest wartet am Tisch auf die Aufforderung zum Decken. Aber zuerst erzählt ihnen der Küchenchef noch etwas darüber, was man in der Kochausbildung lernt und welche Fähigkeiten man mitbringen sollte. Nach der ersten Woche stehen die Berufe „Koch/Köchin“ und „MediengestalterIn“ ganz oben auf der Beliebtheitsliste.

09.09.2015

30 Jahre umwelt, bildung, sozialarbeit!!!

img 0033 murr keller1 img brigittekeller 080usb-ev-berlin-400px
ubs e.V.- Gründerin Brigitte Keller
macht sich seit 30 Jahren stark für Bildung und Ausbildung


Kaum zu glauben, dass bereits 30 Jahre verstrichen sind, seit Brigitte Keller die Idee hatte, gemeinsam mit einer Freundin einen Verein zu gründen, dessen Zielsetzung es sein sollte, zu einer lebenswerten Umwelt beizutragen. Wobei „Umwelt" in diesem Zusammenhang ein weiter gefasster Begriff war. Tatsächlich ging es schon damals um mehr als nur um Naturschutz.

„Das Private ist politisch", hieß es in den 70er und 80er Jahren, der Gründungsphase von ubs e.V., in der Selbsthilfegruppen und Bürgerinitiativen Hochkonjunktur hatten. Viele Probleme, die zunächst ganz individuell erscheinen, müssten in einem größeren Zusammenhang betrachtet werden. Erst dann könnten nachhaltige Lösungen gefunden werden, die vielen Menschen zugute kommen – so schlussfolgerte man.
Was damals beinahe revolutionär klang, scheint heute wieder ein Stück weit aus der Mode gekommen zu sein. Doch die 30jährige Berufsbiografie von Brigitte Keller beweist, dass dieser Satz auch heute noch seine Berechtigung hat. Allemal im Bildungsbereich, wo vielfach die Herkunft über den Schul- und Ausbildungserfolg von jungen Menschen entscheidet.

Als Brigitte Keller und Kerstin Murr 1985 ubs e.V. als Umweltberatungsstelle Berlin gründeten, lag ihr Schwerpunkt auf Umweltthemen. Die beiden jungen Mütter waren in einer Selbsthilfegruppe für Eltern allergiebelasteter Kinder aktiv und gründeten aus ihrem Engagement in der Gruppe heraus die „Beratungsstelle für Eltern von Kindern mit Atemwegserkrankungen und Allergien". Dort, sozusagen in der „Keimzelle" von ubs e.V., gingen Anfragen besorgter Eltern ein, die an verschiedene Fachforen weitervermittelt wurden. Luftverschmutzung, Blei im Trinkwasser, Formaldehydbelastungen durch Möbel oder Reinigungsmittel, Schadstoffe im Kinderspielzeug, all das waren Themen, die in diesem Zusammenhang unter die Lupe genommen wurden. Das geschah in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Initiativen. Was heute ganz selbstverständlich klingt, war damals Neuland. Die Gründerinnen und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter leisteten Pionierarbeit in Sachen Umweltschutz und Bürgerinformation.
Bald beschäftigten sie sich nicht mehr mit Allergien im Speziellen, sondern um Umweltbelastungen und deren Vermeidung schlechthin.

Multiplikatoren schulen
Anfang der 1990er Jahre verlagerten sie ihre Tätigkeit in den Bildungsbereich, zunächst um Multiplikatoren für Umweltthemen zu sensibilisieren.
Was mit Fortbildungen für Erzieherinnen und Projekten zum ökologischen Lernen im Kindergarten begann, entwickelte sich zügig in Richtung Ausbildung.

Umweltfragen und dringende soziale Probleme miteinander zu verknüpfen, das war bald ihre Motivation und ihr Ansatz. 1991 wurden vormals arbeitslose Frauen und Männer zu „umweltorientierten Reinigungskräften" ausgebildet. Arbeit fanden sie unter anderem im ubs-Spülmobil, das bei Großveranstaltungen half, den Verbrauch von Plastikgeschirr zu senken.
Ein „ubs-Frühstücksmobil" mit eigens geschulten MitarbeiterInnen besuchte Kitas und Schulen, um den Kleinen gesundes Essen schmackhaft zu machen. Darüber hinaus gab es viele umweltfreundliche Projekte und Aktivitäten zur Verbindung von beruflicher Qualifizierung und Umweltschutz, die Sie unter dem Link „Vereinsgeschichte" hier auf unserer Website finden können.

Das Team Keller/Murr entwickelte in den gemeinsamen Jahren viele kreative Projekte, die von den Bezirksämtern der Stadt immer wieder gerne aufgenommen wurden.

Sich immer wieder neu erfinden
Aus einem gemeinsamen ABM-Projekt entstand 1993 die ABRAXAS GmbH, die heute federführend von Kerstin Murr geleitet wird. Brigitte Keller konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung von ubs e.V. und nach einer Reihe von gemeinsamen Projekten, entwickelte jedes Unternehmen ein eigenes Profil.

Der Weg in Richtung Ausbildung „unversorgter Jugendlicher", wie es im Amtsdeutsch heißt, wenn nach dem Schulabschluss kein Ausbildungsvertrag vorliegt, begann für ubs e.V. 1996 mit der Übernahme der ehemaligen Gartenarbeitsschule am Billerbecker Weg, heute unter dem Namen „Historischer Gedenkort Krumpuhler Weg“ bekannt. Wie ubs e.V. dazu beitrug, auf dem Gelände eines NS-Zwangsarbeiterlagers eine Gedenkstätte zu schaffen und Bildungsangebote für Jugendliche aus Reinickendorf zu etablieren, lesen Sie unter dem Link „Historischer Gedenkort“. An dieser Stelle soll nur erwähnt sein, dass dort 1998 die ersten Jugendlichen in einer Lehrtischlerei ausgebildet wurden. Ein Jahr später begann die erste Ausbildungsreihe mit dem Titel „Berufsziel Gastronomie", dann verlief die Entwicklung rasant: 2002 wurde die Ausbildungsküche in der Manfred-von-Richthofen-Straße in Tempelhof-Schöneberg übernommen, im Jahr 2003 fiel der Startschuss für die Konditoren-Ausbildung in der Palladin-Konditorei, 2004 folgte die Küche im Pestalozzi-Fröbel-Haus und 2007 nahm die Palladin-Kochschule ihre Arbeit auf. In der Berliner Ausbildungslandschaft gilt ubs e.V. seit gut 15 Jahren als konstante Größe in Sachen Ausbildung für Gastronomieberufe.

„Was nicht zwangsläufig so bleiben muss", wie Brigitte Keller schelmisch lächelnd bemerkt. „Wir haben uns in den vergangenen drei Jahrzehnten immer wieder neu erfunden und werden es auch weiterhin tun."

„Sich neu erfinden" heißt nicht zuletzt, aktuelle gesellschaftliche Probleme ins Visier nehmen und handeln. Einige Umweltthemen haben sich z.B. inzwischen erledigt, weil offizielle Stellen – z.B. Umweltämter – darüber wachen.

Großer Handlungsbedarf besteht bei der Bildung und Ausbildung von jungen Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in der Schule ihr Potenzial nicht entwickeln konnten. Als Mutter zweier Töchter hat Brigitte Keller in ihrem Umfeld oft erlebt, dass es nicht einfach nur „Pech" ist, nach der Schule keinen Ausbildungsplatz zu bekommen. Nach wie vor entscheidet in Deutschland besonders der Einsatz der Eltern über den Bildungserfolg der Kinder. Während ein „Zu Wenig"  an dieser Stelle für den Einzelnen schlimmstenfalls bedeutet, ein Leben lang von staatlichen Hilfen abhängig zu sein, erhöht es auf der gesellschaftlichen Ebene die Kosten zur Finanzierung von Hartz IV und anderen Sozialleistungen. Auch hier zeigt sich, dass Privates durchaus politisch ist!
Zu den schönsten Momenten ihrer Berufsbiografie zählen für Brigitte Keller die Momente, in denen scheinbar „hoffnungslose Fälle" ihr Ausbildungszertifikat in den Händen hielten. Dazu weiß sie viele bewegende Erfolgsgeschichten zu erzählen.
Für sie und ihre MitarbeiterInnen ist jeder Jugendliche ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, das unabhängig von der sozialen oder ethnischen Herkunft, seiner Konfession oder anderen Merkmalen Entwicklungschancen und Perspektiven verdient. Diese Überzeugung ist im Selbstverständnis des Vereins festgelegt. Und daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Gründerin sich mehr und mehr aus dem Tagesgeschäft zurückzieht. Sie hat sich ein engagiertes Team ins Boot geholt, das ihre Ideen teilt und engagiert an der Fortentwicklung des Vereins arbeiten wird.

Die Auszubildenden bei ubs e.V. haben schon jetzt familiäre Wurzeln in vielen Ländern dieser Erde. Durch den Zustrom von Menschen, die ihre Heimatländer wegen Krieg oder Verfolgung verlassen müssen, werden künftig vielleicht noch weitere Nationen hinzukommen. Sie sind willkommen.

31.08.2015

Willkommen bei ubs e.V.

2015 Lehrjahr
(v.ln.r.: Nathalie F., Patrick, Bilgehan, Olexander, Marley, Krzysztof, Mostafa, Maurice, Leumira, Isaura,
Samer, Fabian, Raphael, Nahtalie K., Youssef, Tim, Francisco, Tobias)

Wir heißen 18 neue Auszubildende bei ubs e.V. herzlich Willkommen. 13 zukünftige Köche und Köchinnen, 2 Fachkräfte im Gastgewerbe und 3 FachpraktikerInnen Küche starten ab heute in Ihre Ausbildungszeit.
Bevor die Nachwuchskräfte jedoch in ihren jeweiligen Standorte die Kochlöffel schwingen werden, gab es in der ersten Woche zunächst eine Einführung. Die neue Auszubildenden erhielten einen ersten Einblick in ihre vertraglichen Rechte und Pflichten, lernten alle ubs-Standorte kennen, bekamen eine Einführung in die Grundlagen der Ernährung, eine Hygieneschulung und beschäftigten sich erstmals mit dem Lieblingsthema aller Auszubildenden: dem Berichtsheft smile!

Wir wünschen allen Auszubildenden einen guten Ausbildungsstart sowie eine erfolgreiche gemeinsame Zusammenarbeit!


28.08.2015

120 SchülerInnen vs. 7 Berufsfelder

In der Zeit vom 21.09. bis 16.10.2015 werden sich im vierten Jahr nacheinander über 120 SchülerInnen aus der Bröndby Schule in Lankwitz bei ubs e.V. einfinden. Es wird wieder ein munteres Treiben werden, wenn die SchülerInnen erste Einblicke in das Berufsleben erfahren. Projektleiterin Sarah Welling kann den SchülerInnen neben den klassischen Berufsfeldern bei ubs e.V. wie Koch/Köchin, Fachkraft im Gastgewerbe, Konditorei und Gartenlandschaftsbau sowie in Kooperation mit unserem Kooperationspartner itw in Wedding den Bereich Wirtschaft und Verwaltung noch weitere spannende Berufsfelder anbieten. Neu dabei sind ab diesem Jahr Mediendesign kombiniert mit Fotografie sowie Schneiderei.

Sarah Welling und ihr Team freuen sich auf die spannenden Tage!

11.08.2015

Besuch beim Schokoladenhaus Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt
Ein Bericht von unseren Nachwuchskonditorinnen Antonia und Samah

bildrechteubse.vimage38-15bildrechteubse.vimage28-15 bildrechteubse.vimage18-15bildrechteubse.v

Heute waren wir zur Abwechslung mal nicht am Backen in der Konditorei sondern auf einem kleinen Fortbildungsausflug im Schokoladenhaus Fassbender & Rausch.

Das Schokoladenhaus am Gendarmenmarkt ist das größte Schokoladengeschäft der Welt und schon seit 1863 stellt die Familie Fassbender dort Pralinen und Schokoladen her. Wilhelm Rausch hat 1890 in unmittelbarer Nähe seine Confiserie eröffnet und trotzdem haben sich die beiden Familienunternehmen erst 1990 zusammengeschlossen und es entstand das Schokoladenhaus, das wir besucht haben.Trotz der 36° Celsius, die an unserem Besuchstag in Berlin herrschten, war die Temperatur im Haus perfekt abgestimmt, sodass die Schokolade jedem Wetter Stand halten konnte. Wir waren sofort überwältigt von der riesigen Auswahl.
Auf den ersten Blick sind uns natürlich besonders die bis zu 2m großen Schaustücke aus Schokolade ins Auge gefallen, wie z.B. die Berliner Wahrzeichen, der Fernsehturm und das Brandenburger Tor. Beim genaueren Hinsehen und Durchstöbern des Geschäfts sind uns auch die langen Theken mit Pralinensorten wie Zartbittertrüffel mit rosa Pfeffer und Erdbeer-Holunder-Bällchen aufgefallen.

Schokolade gibt es dort auch nicht nur klassisch in Tafeln zu kaufen, sondern auch in High-Heel- oder Motorradform gegossen.
Was uns als Konditorinnen allerdings ein wenig enttäuscht hat, war die etwas klein geratene Auswahl an Gebäck. Neben den exquisiten Törtchen, welche leider nicht vor Ort gebacken werden, gab es nur ein paar Sorten Teegebäck. Obwohl wir beide erst am Ende des 1. Lehrjahres stehen, ist unser Repertoire an Backwerk, Dank Unterstützung von Frau Kertscher, schon umfangreicher.

Für große Schokoladenfans gibt es im Haus auch ein Restaurant, in dem man Steak in Schokoladenbutter gebraten und Suppen, die mit Schokolade verfeinert wurden, essen kann.
Das war uns aber ein bisschen zu viel des Guten. Kurzum: Für Vollblut-Schokoholics ein Muss, aber für Konditoren, die sich nicht nur für Schokolade interessieren, zu einseitig. Nichtsdestotrotz hatten wir einen schönen, erlebnisreichen Tag, an dem wir viele Eindrücke gewonnen haben.

22.07.2015

Kochschule goes Africa ...

Neben so vielen verschiedenen Nationen, die bei ubs e.V. an Bord sind, gesellt sich seit dem 01.09.2014 noch eine Auszubildende aus Kinshasa/Kongo dazu. Und wie der Zufall so will, arbeitet eine Freundin von Frau Welling im Kongo und hat Jenny ein kleines Überraschungspaket aus der Heimat nach Berlin geschickt. Jenny bedankte sich für die tolle Überraschung, indem sie uns ein kongolesisches Gericht aus den Zutaten zauberte. Ein bisschen Schmunzeln mussten wir schon, denn es stehen ja nicht jeden Tag Pilze mit Raupen geschwenkt an einer Erdnussbuttersauce auf der Speisekarte. Nach den ersten Bissen waren jedoch alle Zweifel beseitigt und wir kamen einstimmig zu dem Ergebnis: anders, aber sehr sehr lecker! Danke an Neele für die gelungene Überraschung und danke Jenny für den kulinarischen Ausflug in dein Heimatland.

Jenny Paket ubs klein Petra Kongo ubs klein Jenny Kongo ubs klein

Hier geht es zum News-Archiv

 
2010 ubs e.V. - Programmierung Pixelecho Mediengestaltung - Impressum

html and css

php tutorial

Iran family

vpn

persianace

vpn

html and css

ghaleb weblog