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Soziale und interkulturelle Kompetenzen benötigt heute jeder. Vor allem Jugendliche in Berlin, die an ihrem Ausbildungsplatz, in der Schule und in der Freizeit tagtäglich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen begegnen.
Das Projekt "TEAM in Berlin“ setzt sich dafür ein, dass diese Begegnungen von Toleranz geprägt sind und entstehende Konflikte gewaltfrei und konstruktiv gelöst werden. "TEAM in Berlin" wird von dem Bundesprogramm Xenos gefördert, dass Aktivitäten gegen Diskriminierung, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in arbeitsmarktbezogene Maßnahmen an der Schnittstelle zwischen (Berufs-) Schule, Ausbildung und Arbeitswelt integriert.

Azubis verschiedener handwerklicher Fachrichtungen sind dazu eingeladen, uns in Reinickendorf auf einem von ubs e.V. gepachteten Gelände zu besuchen, dass aus seiner Zeit als NS-Zwangsarbeiterlager und ebenfalls aus seiner Zeit als Gartenarbeitsschule unter Denkmalschutz steht. Hier entsteht derzeit ein historischer Gedenkort in Zusammenarbeit mit Denkmalbehörden und dem Heimatmuseum Reinickendorf.
In einer Projektwoche möchten wir an diesem historischen Lernort mit Berliner Auszubildenden gemeinsam über Fremdenfeindlichkeit und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen nachdenken, mit ihnen interkulturelle TEAMarbeit üben und Strategien zur Konfliktbewältigung aufzeigen.
Nach einer historischen Einführung, bei der die Jugendlichen den Ort und seine Geschichte kennen lernen, absolvieren sie ein Konflikttraining bei erfahrenen Konflikttrainern, in dem sie sich u.a. mit Formen von Gewalt und mit Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktlösung auseinander setzen.
Als TEAM arbeiten die Projektteilnehmer zusätzlich an der Gedenkstätte: je nach Ausbildungsrichtung pflegen, sanieren und erneuern sie das denkmalgeschützte Gelände und die sich darauf befindenden originalen Baracken. Hierbei stehen sowohl interkulturelle TEAMarbeit als auch das Erlernen neuer Arbeitstechniken im Mittelpunkt.
Alle Jugendlichen, die eine Projektwoche bei uns verbringen und mithelfen, die Gedenkstätte zu gestalten, "verewigen" sich mit ihrem Namen am historischen Ort nach einem kunstpädagogischen Konzept der Künstlerin Roswitha Baumeister. Gemeinsam mit der Künstlerin Anita Meier entwickelte sie schon eine Denkmalmarkierung für die Gedenkstätte, welche die historischen Schichten des Ortes in 11 Bankobjekten aufgreift und schwerpunktmäßig Zwangsarbeiterlager und Gartenarbeitsschule thematisiert.
Die Projektteilnehmer beschreiben und bemalen kleine Plättchen aus hochwertigem Acryl-Kunststoff mit ihrem Namen, die danach mit UV-Lack vor einem Verbleichen geschützt und mit einer Öse versehen werden. Aus großen, attraktiven Stahldrahtkörben - so genannten Gabionen- wird eine säulenartige Plastik errichtet (mehr siehe "Namen & Erinnerung" im Infokasten..).
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